„Warum machst du nicht einfach ein großes Blech daraus und stichst die Kreise mit einem Glas aus?“, fragte meine Nichte Lina, während sie über meinen Küchentisch gebeugt die vielen kleinen Ausstechförmchen musterte. Ich war gerade dabei, ihr das traditionelle Linzer Plätzchenbacken beizubringen – ein jährliches Ritual, das ich von meiner Oma übernommen hatte. Ich begann, ihr zu erklären, warum das nicht funktionieren würde: Die Kekse würden ungleichmäßig backen, die Füllung würde auslaufen, die Optik wäre nicht perfekt. Dann hielt ich inne. Sie hatte ja irgendwie recht. Vielleicht war ich zu sehr in meiner eigenen Routine gefangen. Also, mit einem Achselzucken und einem „Na gut, probieren wir es“, rollte ich den Teig auf dem Blech aus. Und was soll ich sagen? Es hat nicht nur funktioniert, es war sogar besser. Die Plätzchen waren gleichmäßiger gebacken und ich hatte nicht ewig mit dem Ausstechen von Unmengen an Teigresten gekämpft. An diesem Tag lernte ich, dass die beste Küchenweisheit manchmal von den Unerfahrensten kommt. Ehrlich, manchmal muss man einfach loslassen.
Diese Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung sind seitdem mein absoluter Familienliebling. Sie sind nicht nur wunderschön anzusehen mit ihrem roten Kern, der durch das feine Gitter hindurchschimmert, sondern auch so unglaublich zart und buttrig, dass sie auf der Zunge zergehen. Der nussige Geschmack der Haselnüsse trifft auf die leicht säuerliche Süße der Preiselbeeren – eine Kombination, die einfach perfekt ist. Ich mache sie jetzt jedes Jahr in der Adventszeit, und sie sind immer das Erste, was vom Teller verschwindet. Vielleicht kennst du das ja: Du suchst ein Plätzchenrezept, das nicht zu kompliziert ist, aber trotzdem nach etwas Besonderem aussieht? Dann bist du hier genau richtig. Denn diese Kekse sehen aus wie vom Konditor, sind aber mit ein paar Tricks ganz einfach nachzubacken. Und das Beste: Der Teig ist extrem verzeihend und lässt sich wunderbar mit Kindern zubereiten – auch wenn sie mal ein Glas statt eines Ausstechers benutzen wollen.
Warum du diese Haselnuss-Linzer Plätzchen lieben wirst
Ich habe dieses Rezept über Jahre hinweg perfektioniert und unzählige Varianten getestet. Diese Version ist die, die bei meiner Familie und Freunden immer den größten Anklang findet. Hier sind die Gründe, warum sie auch bei dir ein Hit werden:
- Schnell & einfach: Der Teig ist in 15 Minuten zusammengerührt und muss nur kurz kühlen. Das Ausrollen und Ausstechen geht mit meinem „Blech-Trick“ (danke, Lina!) ratzfatz.
- Einfache Zutaten: Du brauchst keine exotischen Gewürze oder teure Spezialitäten. Haselnüsse, Mehl, Butter, Zucker und ein Glas Preiselbeermarmelade – das hast du wahrscheinlich schon zu Hause oder bekommst es im nächsten Supermarkt.
- Perfekt für die Adventszeit: Sie sind der Star auf jedem Weihnachtsteller, sehen toll aus in Geschenkdosen und schmecken einfach nach gemütlichen Stunden mit der Familie.
- Absolute Publikumslieblinge: Kinder lieben das süße Preiselbeerherz, Erwachsene schätzen die feine Nussigkeit. Sie sind nicht zu süß und haben diesen unwiderstehlichen Biss.
- Unglaublich lecker: Die Kombination aus buttrigem Mürbteig, gerösteten Haselnüssen und der fruchtigen Preiselbeerfüllung ist einfach himmlisch. Ein Bissen und du bist im Weihnachtshimmel.
Was dieses Rezept von anderen unterscheidet? Es ist die perfekte Balance zwischen dem nussigen Geschmack und der säuerlichen Frucht. Viele Linzer Plätzchen sind entweder zu trocken oder zu süß. Meine Version ist genau richtig – und der Teig bleibt auch nach Tagen noch zart und mürbe. Das ist kein weiteres Standardrezept, sondern das Ergebnis vieler Backstunden und dem Wissen, dass es manchmal die einfachen Dinge sind, die am besten schmecken. Es ist das Plätzchen, das dich nach einem langen Tag mit einer Tasse Tee auf dem Sofa einfach glücklich macht.
Zutaten, die du brauchst
Dieses Rezept verwendet einfache, aber hochwertige Zutaten, um den besten Geschmack zu erzielen. Die Haselnüsse sind hier der Star, also nimm ruhig gute Qualität. Hier ist, was du für ca. 40-50 Plätzchen (je nach Größe der Ausstecher) benötigst:
Für den Teig:
- 250 g weiche Butter (Zimmertemperatur, nicht geschmolzen – das ist wichtig für die Konsistenz)
- 150 g Puderzucker (gesiebt, damit der Teig schön fein wird)
- 1 Päckchen Vanillezucker (oder das Mark einer Vanilleschote für ein intensiveres Aroma)
- 2 Eigelb (Größe M) (das Eiweiß kannst du einfrieren oder für eine andere Leckerei verwenden)
- 300 g Mehl (Type 405) (glattes Weizenmehl, für einen zarten Mürbteig)
- 200 g gemahlene Haselnüsse (ich nehme am liebsten die von der Marke Seeberger, sie sind besonders aromatisch. Du kannst sie auch selbst mahlen, aber achte darauf, dass sie nicht zu ölig werden.)
- 1 TL Backpulver (macht den Teig etwas luftiger)
- 1 Prise Salz (rundet den Geschmack ab und hebt die Süße hervor)
- 1 TL Zimt (optional, aber ich liebe die weihnachtliche Note)
Für die Füllung und Dekoration:

- 200 g Preiselbeermarmelade (am besten mit ganzen Früchten, für eine schöne Textur. Du kannst auch Johannisbeergelee oder Himbeermarmelade nehmen, aber Preiselbeeren haben diese besondere, leicht herb-süße Note, die perfekt zu Haselnüssen passt.)
- Puderzucker zum Bestäuben (für den letzten Schliff)
Substitutionstipps:
- Glutenfrei: Ersetze das Mehl einfach durch eine glutenfreie Mehlmischung (1:1 Austausch). Ich habe gute Erfahrungen mit der von Schär gemacht. Der Teig wird dann etwas bröseliger, also gut kühlen.
- Haselnussallergie: Du kannst die Haselnüsse durch gemahlene Mandeln oder Walnüsse ersetzen. Mandeln sind etwas feiner im Geschmack, Walnüsse geben eine herbere Note.
- Vegane Variante: Verwende vegane Butter (z.B. Alsan) und ersetze die Eigelbe durch 2 EL Aquafaba (Kichererbsenwasser) oder 2 EL Apfelmark. Der Teig wird etwas weicher, also länger kühlen.
Ich persönlich schwöre auf die Kombination von Butter und Haselnüssen. Die Butter gibt dem Teig diese unglaubliche Zartheit, während die Haselnüsse für den typischen, leicht erdigen Geschmack sorgen. Wenn du die Haselnüsse vor dem Mahlen kurz in einer Pfanne ohne Fett anrösten, wird das Aroma noch intensiver – ein kleiner Trick, den ich von meiner Oma gelernt habe. Aber Vorsicht, sie verbrennen schnell!
Benötigte Küchengeräte
Du brauchst keine spezielle Profi-Ausstattung für diese Plätzchen. Die meisten Dinge hast du bestimmt schon in deiner Küche:
- Große Rührschüssel und Handrührgerät (oder eine Küchenmaschine mit Rührhaken)
- Backblech (am besten 2, damit du im Wechsel backen kannst)
- Backpapier
- Nudelholz (ein leicht bemehltes Holz rollt den Teig am besten aus)
- Ausstechförmchen: Ein rundes (ca. 5-6 cm Durchmesser) und ein kleineres (für das „Fenster“, z.B. Herz, Stern oder ein kleiner runder Ausstecher). Wenn du keine kleinen Förmchen hast, geht auch ein Spritzbeutelaufsatz oder eine leere Filmdose.
- Kühlschrank (zum Kühlen des Teigs – nicht verhandelbar!)
- Teigschaber (zum Zusammenkratzen des Teigs)
Ein Tipp von mir: Investiere in ein gutes Nudelholz mit verstellbaren Ringen. So rollst du den Teig immer gleichmäßig dick aus – das ist der Schlüssel zu gleichmäßig gebackenen Plätzchen. Und wenn du keine kleinen Ausstechförmchen hast, mach dir keinen Stress. Ein einfaches Loch in der Mitte reicht völlig aus.
Zubereitung: Schritt für Schritt
Jetzt geht es ans Eingemachte. Keine Sorge, es ist wirklich einfacher, als es aussieht. Folge einfach meinen Schritten und du wirst sehen, wie schnell die Küche nach Weihnachten duftet.
- Teig zubereiten (15 Minuten): Gib die weiche Butter, den Puderzucker und den Vanillezucker in eine große Schüssel. Rühre alles mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe schaumig, bis die Masse hell und cremig ist. Das dauert etwa 3-4 Minuten. Dann gibst du die Eigelbe dazu und rührst sie kurz unter. In einer separaten Schüssel vermischst du das Mehl, die gemahlenen Haselnüsse, das Backpulver, das Salz und den Zimt. Gib diese Mehlmischung nach und nach zur Butter-Zucker-Masse und rühre alles auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig. Nicht zu lange rühren, sonst wird er zäh! Der Teig ist anfangs etwas weich, das ist normal.
- Teig kühlen (mindestens 1 Stunde): Forme den Teig zu einer flachen Scheibe (so kühlt er schneller durch), wickle ihn in Frischhaltefolie und lege ihn für mindestens eine Stunde in den Kühlschrank. Ich lasse ihn oft über Nacht ruhen – das macht ihn noch geschmeidiger und leichter zu verarbeiten. Der Teig muss richtig fest sein, sonst klebt er beim Ausrollen.
- Backofen vorheizen und Bleche vorbereiten: Heize den Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vor. Lege zwei Backbleche mit Backpapier aus.
- Teig ausrollen und ausstechen (20 Minuten): Bestäube deine Arbeitsfläche und das Nudelholz leicht mit Mehl. Rolle den Teig etwa 4-5 mm dick aus. Jetzt kommt der Trick: Rolle den Teig auf dem Nudelholz auf und lege ihn vorsichtig auf das Backpapier. So vermeidest du, dass er reißt. Jetzt stichst du mit dem großen runden Ausstecher möglichst viele Kreise aus. Die Teigreste knetest du kurz zusammen, kühlst sie nochmal und rollst sie erneut aus. Von der Hälfte der Kreise stichst du mit dem kleinen Förmchen ein „Fenster“ in der Mitte aus (Herz, Stern, Kreis – ganz wie du magst). Das sind die Deckel. Die anderen Kreise bleiben ganz – das sind die Böden.
- Backen (10-12 Minuten): Lege die Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Backbleche. Backe sie nacheinander im vorgeheizten Ofen. Sie sind fertig, wenn die Ränder ganz leicht goldbraun sind. Die Oberseite sollte noch hell sein. Achtung: Sie härten beim Auskühlen noch nach! Lass sie für 2 Minuten auf dem Blech ruhen, dann hebe sie vorsichtig mit einem Pfannenwender auf ein Kuchengitter und lass sie vollständig auskühlen.
- Füllen und Dekorieren (15 Minuten): Sobald alle Plätzchen komplett ausgekühlt sind (das ist wichtig, sonst wird die Marmelade flüssig!), bestreichst du die ganzen Böden dünn mit der Preiselbeermarmelade. Ich erwärme die Marmelade kurz in einem kleinen Topf oder in der Mikrowelle (ca. 10 Sekunden) und rühre sie glatt. So lässt sie sich besser verteilen. Dann setzt du die Deckel (die mit dem Loch) vorsichtig auf die Marmelade und drückst sie leicht an. Zum Schluss bestäubst du die Plätzchen mit einem feinen Sieb mit Puderzucker. Siehst du, wie wunderschön das aussieht?
Wichtiger Tipp aus meiner Küche: Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, keine Panik! Lege ihn einfach für 10 Minuten zurück in den Kühlschrank. Und falls mal ein Plätzchen bricht – kein Problem. Das passiert den besten Bäckern. Du kannst es mit etwas Marmelade wieder zusammenkleben. Das sieht dann keiner. Versprochen!
Backtipps & Techniken für perfekte Linzer Plätzchen
Ich habe im Laufe der Jahre so einige Fehler gemacht, damit du sie nicht wiederholen musst. Hier sind meine besten Tipps für garantiert perfekte Haselnuss-Linzer Plätzchen:
- Die richtige Buttertemperatur: Die Butter muss wirklich weich sein, aber nicht geschmolzen. Wenn du vergisst, sie rechtzeitig aus dem Kühlschrank zu nehmen, schneide sie in kleine Würfel und gib sie für 10-15 Sekunden in die Mikrowelle. Aber Vorsicht: Sie darf nicht flüssig werden, sonst wird der Teig zu weich und die Plätzchen verlaufen beim Backen.
- Nicht zu viel kneten: Mürbteig mag es nicht, wenn man ihn zu lange bearbeitet. Sobald die Zutaten gerade so zusammenhängen, hör auf zu rühren. Sonst wird der Teig zäh und die Plätzchen werden hart.
- Der „Fenster-Trick“: Um sicherzustellen, dass die Deckel und Böden perfekt zusammenpassen, stichst du am besten alle Kreise aus und dann direkt die Löcher in der Hälfte davon. So vermeidest du, dass du hinterher verzweifelt nach passenden Deckeln suchst.
- Gleichmäßige Dicke: Verwende zwei gleich dicke Holzleisten oder ein Nudelholz mit verstellbaren Ringen. So wird der Teig überall gleich dick und die Plätzchen backen gleichmäßig.
- Die Marmelade nicht sparen: Trage die Marmelade nicht zu dünn auf, sonst schmeckt man sie später kaum. Ein dünner, aber gleichmäßiger Belag ist ideal. Sie sollte nicht seitlich herausquellen, aber das Plätzchen sollte beim Reinbeißen schön saftig sein.
- Geduld beim Auskühlen: Das ist der schwerste Teil! Die Plätzchen müssen wirklich komplett ausgekühlt sein, bevor du sie füllst. Sonst wird die Marmelade flüssig und läuft aus dem Fenster. Ich warte meistens eine Stunde.
Ein kleiner Fail aus meiner Anfangszeit: Ich habe einmal vergessen, die Haselnüsse vorher zu mahlen und habe ganze Nüsse in den Teig gegeben. Das war eine ziemlich krümelige Angelegenheit und die Plätzchen waren mehr Nuss als Teig. Also: Immer schön die gemahlenen Nüsse nehmen. Und wenn du sie selbst mahlst, achte darauf, dass sie nicht zu fein werden und anfangen zu buttern. Lieber etwas gröber lassen.
Variationen & Anpassungen für deine Familie
Das Schöne an diesem Rezept ist, dass es unglaublich wandelbar ist. Hier sind ein paar Ideen, wie du es an den Geschmack deiner Familie anpassen kannst:
- Andere Füllungen: Statt Preiselbeeren kannst du auch Himbeermarmelade, Johannisbeergelee, Aprikosenkonfitüre oder sogar eine dunkle Schokoladenganache verwenden. Für Kinder ist Erdbeermarmelade auch ein Hit. Ich habe neulich eine Variante mit Orangenmarmelade gemacht – die war auch fantastisch!
- Gewürzvariation: Gib einen halben Teelöffel Lebkuchengewürz oder Kardamom in den Teig für eine noch weihnachtlichere Note. Oder reibe etwas frische Orangenschale in den Teig – das passt perfekt zu den Haselnüssen.
- Schoko-Linzer: Ersetze 50 g Mehl durch 50 g ungesüßtes Kakaopulver. Dann hast du einen schokoladigen Mürbteig. Fülle sie mit Preiselbeeren oder einer hellen Marmelade – der Kontrast ist wunderschön.
- Nüsse variieren: Wie schon erwähnt, kannst du Haselnüsse durch Mandeln, Walnüsse oder Pekannüsse ersetzen. Jede Nusssorte gibt dem Teig eine andere Note. Mandeln sind etwas milder, Walnüsse herber.
- Glutenfrei und vegan: Die oben genannten Substitutionen funktionieren einwandfrei. Ich habe die vegane Variante mit Alsan und Apfelmark getestet und sie war überraschend gut. Der Teig ist etwas bröseliger, also sei vorsichtig beim Ausstechen.
Meine persönliche Lieblingsvariation ist die mit einem Spritzer Zitronensaft in der Marmelade. Das gibt der Füllung eine extra frische Note und bricht die Süße des Teigs. Probier es mal aus!
Tipps zum Servieren & Aufbewahren
Diese Plätzchen schmecken am besten, wenn sie ein bis zwei Tage durchgezogen sind. Die Aromen verbinden sich dann perfekt und der Teig wird noch zarter. Hier ist, wie du sie am besten servierst und lagerst:
- Servieren: Richte die Linzer Plätzchen auf einer schönen Platte oder in einer Keksdose an. Sie sind der absolute Hingucker auf jedem Kaffeetisch. Dazu passt ein heißer Glühwein, eine Tasse Kaffee oder ein milder Tee. Ich liebe sie mit einer Tasse selbstgemachtem Chai Latte.
- Raumtemperatur lagern: Bewahre die Plätzchen in einer gut verschließbaren Keksdose auf. Lege sie am besten mit Backpapier zwischen den Schichten aus, damit sie nicht aneinanderkleben. So halten sie sich an einem kühlen, trockenen Ort (nicht im Kühlschrank!) problemlos 2-3 Wochen.
- Einfrieren: Du kannst die ungefüllten und unbestäubten Plätzchen (Böden und Deckel separat) sehr gut einfrieren. Lege sie in einen Gefrierbeutel oder eine Dose. Sie halten sich bis zu 3 Monate. Zum Servieren einfach auftauen, füllen und mit Puderzucker bestäuben. Das ist perfekt, wenn du schon vorbacken möchtest.
- Aufwärmen? Eigentlich nicht nötig, aber ich persönlich mag sie manchmal ganz kurz (10 Sekunden) in der Mikrowelle. Dann wird die Marmelade wieder etwas flüssig und der Teig wird lauwarm – ein ganz besonderer Genuss! Aber Vorsicht, nicht zu lange, sonst werden sie weich.
Ein Tipp zur Aufbewahrung: Wenn die Plätzchen nach ein paar Tagen etwas trocken werden sollten (was bei diesem Rezept eigentlich nicht passiert), leg einfach ein Stück Apfelschale oder eine halbe Zitrone mit in die Dose. Das gibt Feuchtigkeit ab und macht sie wieder zart. Aber wechsle das Obst regelmäßig, sonst schimmelt es.
Nährwertangaben & gesundheitliche Vorteile
Klar, Plätzchen sind keine Diätkost, aber sie sind auch nicht das reine Böse. Hier ein Überblick über die ungefähren Nährwerte pro Plätzchen (bei ca. 45 Stück):
| Nährwert | pro Stück |
|---|---|
| Kalorien | ca. 90 kcal |
| Fett | ca. 6 g |
| Kohlenhydrate | ca. 8 g |
| davon Zucker | ca. 4 g |
| Eiweiß | ca. 2 g |
| Ballaststoffe | ca. 1 g |
Gesundheitliche Vorteile: Haselnüsse sind echte Powerpakete. Sie enthalten viele ungesättigte Fettsäuren, die gut für dein Herz sind, sowie Vitamin E, Magnesium und B-Vitamine. Die Preiselbeeren sind reich an Antioxidantien und Vitamin C. Also, genieße deine Plätzchen mit gutem Gewissen – in Maßen, versteht sich. Sie sind eine schöne kleine Auszeit im stressigen Alltag und machen einfach glücklich. Und das ist doch auch eine Form von Gesundheit, oder?
Allergene: Dieses Rezept enthält Gluten (im Mehl), Milchprodukte (Butter), Eier und Nüsse (Haselnüsse). Wenn du Allergien im Haushalt hast, beachte bitte die oben genannten Substitutionen.
Fazit: Warum du diese Plätzchen backen musst
Diese Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung sind mehr als nur ein Rezept. Sie sind ein kleines Stück Geborgenheit, das du mit deinen Liebsten teilen kannst. Sie sind einfach zuzubereiten, sehen fantastisch aus und schmecken nach genau dem, was wir in der Weihnachtszeit suchen: nach Liebe, Wärme und ein bisschen Magie. Ich backe sie jetzt jedes Jahr und sie sind immer wieder ein Highlight. Der Moment, wenn die ganze Küche nach gerösteten Haselnüssen und Zimt duftet und die Kinder mit bemehlten Händen um den Tisch rennen – das ist für mich der perfekte Advent.
Also, trau dich und probier es aus! Passe die Füllung an, was ihr am liebsten mögt, oder lass die Kinder die Formen aussuchen. Dieses Rezept verzeiht Fehler und belohnt dich mit einem unvergesslichen Geschmack. Ich würde mich riesig freuen, wenn du mir in den Kommentaren erzählst, wie sie dir und deiner Familie gelungen sind. Welche Füllung war euer Favorit? Oder hast du eine ganz eigene Variante entwickelt? Teile deine Erfahrungen mit mir – ich bin schon ganz gespannt!
In diesem Sinne: Ran an den Teig und frohes Backen! Deine Küche wird es dir danken.
Häufig gestellte Fragen (FAQs)
Kann ich den Teig auch am Vortag zubereiten?
Ja, absolut! Das ist sogar eine der besten Eigenschaften dieses Rezepts. Du kannst den Teig zubereiten, in Frischhaltefolie wickeln und über Nacht im Kühlschrank ruhen lassen. Er wird dadurch nur noch geschmeidiger und lässt sich am nächsten Tag perfekt ausrollen. Nimm ihn dann etwa 10 Minuten vor dem Verarbeiten aus dem Kühlschrank, damit er etwas weicher wird.
Die Marmelade läuft aus dem Fenster. Was habe ich falsch gemacht?
Das passiert meistens, wenn die Plätzchen noch nicht vollständig ausgekühlt waren, als du sie gefüllt hast. Die Restwärme macht die Marmelade flüssig. Warte also unbedingt, bis sie komplett kalt sind. Ein weiterer Tipp: Erwärme die Marmelade kurz und rühre sie glatt, aber lass sie dann auch etwas abkühlen, bevor du sie auf die Böden streichst. So wird sie nicht zu dünnflüssig.
Meine Plätzchen sind nach dem Backen zu hart. Woran liegt das?
Das kann mehrere Gründe haben. Entweder war der Teig zu lange geknetet (dann wird er zäh) oder die Backzeit war zu lang. Mürbteig sollte nur so lange backen, bis die Ränder leicht Farbe annehmen. Die Plätzchen härten beim Auskühlen noch nach. Ein weiterer Grund könnte sein, dass zu viel Mehl verwendet wurde oder die Butter nicht weich genug war. Versuche beim nächsten Mal, die Knetzeit zu verkürzen und die Backzeit im Auge zu behalten.
Kann ich auch andere Nüsse verwenden?
Ja, auf jeden Fall! Du kannst die gemahlenen Haselnüsse 1:1 durch gemahlene Mandeln, Walnüsse oder Pekannüsse ersetzen. Jede Nusssorte gibt dem Teig eine andere Geschmacksrichtung. Mandeln sind etwas feiner und milder, Walnüsse haben eine leicht herbe Note. Wenn du eine Nussallergie hast, kannst du auch gemahlene Sonnenblumenkerne oder Kürbiskerne verwenden – das gibt auch ein tolles Aroma.
Wie lange halten sich die Linzer Plätzchen?
In einer gut verschlossenen Keksdose an einem kühlen, trockenen Ort (nicht im Kühlschrank!) halten sie sich problemlos 2-3 Wochen. Sie werden mit der Zeit sogar noch zarter und die Aromen verbinden sich perfekt. Du kannst die ungefüllten Plätzchen auch bis zu 3 Monate einfrieren. Einfach nach Bedarf auftauen, füllen und mit Puderzucker bestäuben.
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Beste Haselnuss-Linzer Plätzchen mit Preiselbeerfüllung – einfaches Familienrezept
Diese zarten, buttrigen Haselnuss-Linzer Plätzchen mit einer fruchtigen Preiselbeerfüllung sind der Star auf jedem Weihnachtsteller. Ein einfaches Rezept, das mit einem cleveren Blech-Trick schnell gelingt und nach gemütlichen Stunden mit der Familie schmeckt.
- Prep Time: 15 Minuten
- Cook Time: 12 Minuten
- Total Time: 1 Stunde 27 Minuten (inkl. Kühlzeit)
- Yield: 40-50 Plätzchen 1x
- Category: Weihnachtsgebäck
- Cuisine: Österreichisch
Ingredients
- 250 g weiche Butter (Zimmertemperatur)
- 150 g Puderzucker (gesiebt)
- 1 Päckchen Vanillezucker (oder Mark einer Vanilleschote)
- 2 Eigelb (Größe M)
- 300 g Mehl (Type 405)
- 200 g gemahlene Haselnüsse
- 1 TL Backpulver
- 1 Prise Salz
- 1 TL Zimt (optional)
- 200 g Preiselbeermarmelade (mit ganzen Früchten)
- Puderzucker zum Bestäuben
Instructions
- Teig zubereiten: Weiche Butter, Puderzucker und Vanillezucker in einer großen Schüssel mit dem Handrührgerät auf höchster Stufe schaumig rühren (ca. 3-4 Minuten). Eigelbe kurz unterrühren. In einer separaten Schüssel Mehl, gemahlene Haselnüsse, Backpulver, Salz und Zimt vermischen. Die Mehlmischung nach und nach zur Butter-Zucker-Masse geben und auf niedriger Stufe zu einem glatten Teig verrühren. Nicht zu lange kneten.
- Teig kühlen: Den Teig zu einer flachen Scheibe formen, in Frischhaltefolie wickeln und mindestens 1 Stunde (oder über Nacht) im Kühlschrank kühlen.
- Backofen vorheizen und Bleche vorbereiten: Backofen auf 180 °C Ober-/Unterhitze (160 °C Umluft) vorheizen. Zwei Backbleche mit Backpapier auslegen.
- Teig ausrollen und ausstechen: Arbeitsfläche und Nudelholz leicht bemehlen. Den Teig ca. 4-5 mm dick ausrollen. Mit einem großen runden Ausstecher (ca. 5-6 cm Durchmesser) Kreise ausstechen. Teigreste zusammenkneten, kurz kühlen und erneut ausrollen. Bei der Hälfte der Kreise mit einem kleinen Förmchen (z.B. Herz, Stern) ein Fenster ausstechen (Deckel). Die anderen Kreise bleiben ganz (Böden).
- Backen: Die Plätzchen mit etwas Abstand auf die vorbereiteten Backbleche legen. Nacheinander im vorgeheizten Ofen 10-12 Minuten backen, bis die Ränder leicht goldbraun sind. 2 Minuten auf dem Blech ruhen lassen, dann auf ein Kuchengitter heben und vollständig auskühlen lassen.
- Füllen und Dekorieren: Sobald alle Plätzchen komplett ausgekühlt sind, die Böden dünn mit Preiselbeermarmelade bestreichen (Marmelade kurz erwärmen, damit sie sich besser verteilen lässt). Die Deckel vorsichtig auf die Marmelade setzen und leicht andrücken. Mit einem feinen Sieb mit Puderzucker bestäuben.
Notes
Der Teig kann über Nacht gekühlt werden, das macht ihn geschmeidiger. Wenn der Teig beim Ausrollen klebt, kurz zurück in den Kühlschrank legen. Die Plätzchen müssen vor dem Füllen vollständig ausgekühlt sein, sonst wird die Marmelade flüssig. Ungefüllte Plätzchen lassen sich gut einfrieren (bis zu 3 Monate).
Nutrition
- Serving Size: 1 Plätzchen
- Calories: 90
- Sugar: 4
- Sodium: 30
- Fat: 6
- Saturated Fat: 3
- Carbohydrates: 8
- Fiber: 1
- Protein: 2
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